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***Femme Fatale***
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Antonio als Nicolas Bardo...

Valerie aus ENGLAND war die ALLERERSTE Chica, die “Femme Fatal”gesehen hat. Dazu ist sie EXTRA NACH PARIS gefahren !! Sie hat eine wunderbare Einschätzung geschrieben UND sie uns ins Deutsche übersetzt. (ein bisschen hat Del. Ihr dabei geholfen):)

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OK. Ich schreibe dies, da ich mit Eurostar nach London zurückfahre. Was soll ich sagen? War der Film gut? War er schlecht? War er "Mein Gott, das war wunderbar!"? War er "Das was schade!". Lest noch weiter.

Laure Ash (Rebecca Romijn-Stamos) stiehlt einem Starlet kunstvollen Körperschmuck, der sich in Form einer Schlange um deren Körper windet, beim Filmfest in Cannes, treibt ein Doppelspiel mit ihren Komplizen, nimmt die Persönlichkeit einer jungen Witwe an, der sie unheimlich ähnelt, und aus dem Land flieht. Erst sieben Jahren später kommt sie als einsiedlerische Ehefrau des neuen Botschafters der USA nach Frankreich zurück. Natürlich ist ihre Einsiedlerei ein gefundenes Fressen für die Paparazzi, wie ein roter Fetzen für den Bullen. Da niemand ihr Foto hat, beauftragt ein Agent den mittellosen Fotograf Nicolas Bardo (unseren hinreißenden Antonio) sie zu fotografieren. Es gelingt ihm, und er verkauft das Bild der Boulevardpresse, die es auf der ersten Seite aller Zeitungen veröffentlicht, gerade in dem Moment wenn ein Komplize aus dem Gefängnis entlassen wird. Was für ein Spaß!

Was folgt, ist ein gut gemachtes und fließendes Katz und Maus Spiel, worin sich ständig ändert, wer Katz und wer Maus ist. Es ist voll von falschen Fährten, ganz zu schweigen von einer großen Dosis Zufällen, und einem geschickten Haken am Ende wegen eines müden, alten Cliches, das jetzt wiederbelebt und als ein wesentlicher Teil der Story überzeugend genutzt wird, so dass die Geschichte gut zusammenhängt. Das ganze Ding spielt meist in Paris, welches als beides porträtiert ist, als romantisch aber auch mit Schattenseiten.

Der Film gehört Rebecca Romijn-Stamos. Ihr Charakter dominiert die Aktionen und Antonios generös unterstützende Vorstellung lässt uns das erkennen und lässt ihr die Zentralposition. Glücklicherweise ist sie gut genug Schauspielerin um das zu nutzen. Aber das bedeutet, dass die Talente von unserem süßen Mann absolut nicht ausgenutzt werden.

Also wie ist es mit dem Nicolas? Was für ein Wesen ist er? Der hat mehrere Charaktermängel, genau wie interessante Leute die haben müssen. Er hat aufgehört, Paparazzo zu sein, und er verbringt seine Zeit mit seinem großen Werk, alles zu fotografieren, was auf dem Pariser Platz geschieht, den er vom Balkon seiner Wohnung aus überblickt. Davon verdient er natürlich zu wenig, um die Miete zu bezahlen, und darum nimmt er den Auftrag an, der so wichtig für die Handlung ist. Er soll vorbestraft sein, obwohl wir nicht wissen, was er verbrochen hat. Aber das genügt der Polizei, ihn als Entführer zu betrachten. Im wesentlichen ist er aber freundlich, und das erlaubt Laure, ihm die Entführung anzuhängen. Und obwohl er schlau ist - er war Paparazzo und kennt sich aus, ein Bild zu bekommen und sich selbst zu schützen - er kann auch ganz dumm und einfallslos sein, und wahrscheinlich dadurch ist er erstens einmal auf rätselhafte Weise vorbestraft. Und seine frühere Frau wohnt in Spanien. Alles in allem gibt es hier viel Stoff für Kissgeschichten.

Obwohl ich die Urfassung gesehen habe, in der man meist englisch spricht, unterhalten sich die Franzosen miteinander auf französisch. Leider brauchen meine Ohren ein paar Tage, sich an die Geschwindigkeit zu gewöhnen, womit man französisch spricht. Aber soweit ich weiß, habe ich alles Wichtige mitbekommen, um die Handlung zu verstehen - ich habe mitbekommen, dass zum Beispiel das eine Mitglied der Gang nicht ins Gefängnis gekommen ist, weil der Andere, der eingesperrt wurde, ihn nicht verraten hat - und der Zuschauer bekommt viel aus dem Zusammenhang und der Geste heraus, aber ich weiß, ich habe die feinen Nuancen der Umgangssprache nicht ganz verstanden. Wenn der Film endlich im UK gebracht wird, nehme ich an, dass diese Szenen Untertitel tragen werden. Ich gebe jedoch zu, ich habe die französischen Untertitel nützlich gefunden, wenn der Dialog nicht deutlich war - als zum Beispiel die Komplizen einer jungen Dame drohen, übertönt der Lärm eines Müllwagens im Hintergrund ihre Drohungen. So musste ich die Untertitel lesen, um zu verstehen, was sie sagten. Und die Übersetzungen waren eigentlich hochinteressant - ich soll meine DVDs mit ausländischen Untertiteln mal anschauen!


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Die Eröffnungsszene, wenn sich Laure Barbara Stanwick und Fred McMurray in „Frau ohne Gewissen“ ansieht, wurde kritisiert für ihren offensichtlichen Symbolcharakter - diese Frau ist eine abstoßendes, betrügerisches Miststück. Wir wussten das schon vom Titel und der Vorschau. Wie auch immer, die bestimmte Szene, die Brian de Palma uns zeigt, verrät uns etwas vom Ende des Films, so ähnlich wie die Anfangssequenz in „Spiel mit dem Feuer“. Persönlich hätte ich es vorgezogen, nicht gesagt zu bekommen, wie der Film ausgeht.

Wird der Film irgendwelche Auszeichnungen gewinnen? Ich weiß nicht. Aber irgendwie bezweifle ich es. Was eine Schande wäre, weil der Film meistens die Intelligenz des Publikums respektiert, er ist verständlich und sehr gut. Außerdem denke ich, dass Antonios uneigennützige Vorstellung ihm nicht zu irgendwelchen Nominationen verhelfen wird. Es wäre zu schön wenn das Gegenteil in beiden Fällen passieren würde !! Was klar ist, ist dass das scharfsinnige französische Publikum den Film mag. Ich war in der 13:10 Vorstellung, in der Version des Filmes, der für die Leute dort in einer fremden Sprache war und es waren über 20 Leute drin. Viel mehr als ich für eine Vorstellung um diese Zeit gewöhnt bin.

Alles in allem habe ich den Film sehr genossen. Ich kam aus dem Kino und war froh, dass ich die Anstrengung unternommen habe dafür nach Paris zu fahren. Ihr könnt sicher sein, wenn er in London gezeigt wird, bin ich dort!

Und zum Schluss...in der Version, die ich gesehen habe, hat Antonio all seine Sachen anbehalten....